Innovation ist kein Ideenproblem. Es ist ein Umsetzungsproblem.

Innovation ist heute keine Frage von Technologie allein, sondern von Haltung, Führung und Entscheidungsfähigkeit.

Lutz Dietzold, CEO des German Design Council

»Design hilft, Komplexität zu reduzieren, Ideen zu übersetzen und Lösungen greifbar zu machen.«

Dieser Satz aus einem aktuellen Beitrag auf ingenieur.de trifft einen Nerv – und zwar genau dort, wo viele Innovationsinitiativen schmerzhaft enden: zwischen guter Absicht und echter Umsetzung. Innovation scheitert selten an Ideen – eher an Entscheidungen. Die zugrundeliegenden Befunde sind bemerkenswert: Viele Unternehmen verankern Innovation strategisch, erleben aber operativ Reibung – zu langsame, zu komplexe Entscheidungswege, unklare Zuständigkeiten, Risikoaversion. Ergebnis: Ideen sind da, aber sie kommen nicht in den Markt. Und genau hier wird Design spannend – nicht als „schöner Anstrich“, sondern als Übersetzungs- und Realisierungsdisziplin: Design macht aus Technologien, Strategien und Konzepten verständliche, erlebbare Lösungen, die Menschen und Märkte wirklich annehmen.

Warum Design allein trotzdem nicht reicht

Design kann Komplexität reduzieren und Lösungen greifbar machen – aber damit das „greifbare Neue“ auch verlässlich realisiert wird, braucht es zwei weitere Zutaten:

1) Professionelle Kreativität
Nicht als „Geistesblitz“, sondern als Kompetenz: systematisch Neues und Nützliches generieren, Perspektiven wechseln, Optionen entwickeln, mutig prototypisieren – auch unter Unsicherheit.

2) Ein belastbarer Rahmen, der Umsetzung wahrscheinlicher macht
Hier kommt der Innovationsmanagement-Standard ISO 56002 ins Spiel: Er gibt Orientierung, wie ein Innovationsmanagementsystem aufgebaut, betrieben und kontinuierlich verbessert werden kann – unabhängig von Branche und Größe.

Kreativität liefert den Funken. ISO 56002 sorgt dafür, dass daraus kein Strohfeuer wird, sondern ein System, das Innovation reproduzierbar macht. Die Brücke: von „kreativ“ zu „wirksam“!
Wenn Design die Sprache der Lösung ist, dann ist ISO 56002 die Grammatik, die dafür sorgt, dass Sätze nicht nur schön klingen, sondern auch verstanden, entschieden und umgesetzt werden.

Über den Autor

Prof. Gunnar Spellmeyer

IDEENGEBER, NACHFRAGER, ENERGIEERZEUGER

Gunnar Spellmeyer kennt als Professor für Industrial Design Entwurf und als Entrepreneurshipcoach die Genese einer Idee hin zu einer Innovation. Und er kennt die Hindernisse, die Hürden in Organisationen für Erfindungen und auch das frühe Scheitern von Innovationen. Mehr als 30 Jahre Erfahrung als Designer, über 20 Jahre Expertise in Forschung und Lehre, mehr als 10 Jahre als Design Thinking Profi: es scheint ihm, als könne ihn nichts mehr überraschen. Und doch begegnet er immer wieder neu und neugierig dem Zauber von Kreation und Innovation.

Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet, millionenfach verkauft oder finden sich in einigen Museen wieder. Auch seine partizipatorischen Innovations-Formate im Sinne der Transformation, des Kulturwandels in Unternehmungen oder Organisationen wurden ausgezeichnet. Gunnar ist der kreative Kopf von innotonic, vor und hinter den Kulissen und verantwortlich für die innotonic Akademie.

Gunnar Spellmeyer lebt mit einer Theologin in Wennigsen und hat drei Töchter. Der nahe Deister erinnert ihn an seine Osnabrücker Heimat und ist ›Ladestation‹ nach seinen vielen internationalen Workshops.

hello@innotonic.de

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